Die hessische Kultusministerin Dorothea Henzler teilte mit, dass die (gerade noch streikenden) hessischen Lehrer/innen "zufrieden" mit ihren Arbeitsbedingungen seien. Die...
Für die Aktion des Bundesgesundheits- ministeriums
"Lesen bewegt
" haben wir zwei halbstündige Lesungsausschnitte zur
Verfügung gestellt. Den Anfang macht Marek Harloffs Lesung des Werther.
Wer also einen ausführlichen Eindruck von der Lesung haben möchte, gehe
bitte auf die Seite der Aktion. Sinn der Aktion ist es zu 3000
Schritten mehr zu motivieren - also einem dreißigminütigem Spaziergang.
Der Büchereiverband Sankt-Michaels-Bund betreut mehr als 1200 katholische öffentliche Büchereien, Gemeinde- und Stadtbüchereien in Bayern und prämiert seit April 2009...
Gustav legte die Hände vor sein Gesicht. Oh! rief er, ohne
aufzusehen, und meinte, die Erde versänke unter seinen Füßen: ist
das, was ihr mir sagt, wahr? Er legte seine Arme um ihren Leib und
sah ihr mit jammervoll zerrissenem Herzen ins Gesicht. »Ach«, rief
Toni, und dies waren ihre letzten Worte: »du hättest mir nicht
mißtrauen sollen!«
Vor dem Hintergrund des vielleicht einzigen erfolgreichen Sklavenaufstands der Weltgeschichte, der mit der Proklamation des „Erster Freier Negerstaat“ durch General Dessalines am 1. Januar 1804 endet, spielt die Liebesgeschichte zwischen dem Schweizer Gustav und der Mestizin Toni. Es ist eine Liebesgeschichte voll Leidenschaft, Vorurteilen, Mißtrauen und Vertrauen. Befremdet heute gelegentlich die Verwendung von Ausdrücken wie Neger, Mestize Bastard etc. in der Sprache Kleist, so aufgeklärt, aktuell und klug bleibt Kleists Betrachtung dieser unerfüllten Verlobung Gustavs und Tonis.
Das Hörbuch enthält den ungekürzten Text mit Worterklärungen
als computerlesbare PDF-Datei (HörGut!-Features ).
Den Aufsatz "Über die allmähliche Verfertigung der Gedanken beim Reden" gehört zu den philosophischen Schriften Kleist und wurde von ihm unter dem Einfluss Kants geschrieben. Dessen ungeachtet liest sich der Aufsatz höchst unterhaltsam besonders wieder heute in einer Zeit der political correctness, die häufig nicht mehr als Denkfaulheit ist.
Kleist plädiert für die lebendige, offene Rede, die häufig viel klarer und dann auch bedeutungsvoller und leidenschaftlicher ist, als zuvor mühsam im Hinterzimmer zusammengedachtes.
Die schöne Lesung stammt von Elmar Nettekoven, der im HörGut! Verlag schon mehrere Kleisterzählungen aufgenommen hat.
Das Hörbuch enthält den ungekürzten Text mit Worterklärungen
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„Der Sandmann“, das erste Werk aus Hoffmanns Zyklus
der „Nachtstücke“ (1816/1817), erzählt wie der Student
Nathanael unaufhaltsam dem Wahnsinn verfällt.
Der Leidensweg des jungen Mannes beginnt mit dem
Erscheinen des Wetterglashändlers Coppola, der in ihm
schreckliche Erinnerungen an seine Kindheit wachruft. Denn Coppola
sieht genauso aus wie der unheimliche Advokat Coppelius! Dieser hatte
mit seinem Vater alchemistische Versuche durchgeführt bis der
geliebte Vater bei einem der Versuche tödlich verunglückte.
Oder ist Coppola etwa der Missetäter selbst? Und was hat
es mit den neuen Nachbarn auf sich, mit Herrn Spalanzani und seiner
Tochter, der schönen und zugleich unmenschlichen Olimpia? Sein
und Schein verschwimmen zusehends und Nathanel verstrickt sich
zunehmend in einem unentwirrbaren Gewirr aus Fragen und Gefühlen.
Immer mehr entfremdet er sich von seiner Verlobten Clara und seinem
treuen Freund Lothar und verliert so den letzten Bezug zur Realität.
Das Hörbuch enthält den ungekürzten Text samt Worterklärungen als computerlesbare PDF-Datei (HörGut!-Features ).
ca. 100 Min.,
ungekürzt, ca. 2 Audio-CDs, Jewelbox
"Der
Verbrecher aus verlorener Ehre" ist wohl die bedeutendste unter den
frühen Erzählungen Friedrich Schillers. Er kannte die Geschichte vom
Sonnenwirt durch seinen Lehrer Jakob Friedrich Abel, dessen Vater als
Vaihinger Amtmann den Sonnenwirt festgenommen hatte. In dieser
überraschend aktuellen und modernen Geschichte will Schiller den
Sonnenwirt weder heroisieren noch verurteilen, sondern ihn aus Anlage
und äußeren Umständen, aus Charakter und Situation erklären.
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"Er steckte die Finger hinein und zog – eine Nase heraus! ... Da ließ Iwan Jakowlewitsch die Hände sinken, begann sich die Augen zu reiben und zu tasten: Eine Nase, wirklich eine Nase! und noch obendrein schien es die Nase eines Bekannten zu sein. Entsetzen malte sich auf Iwans Gesicht, aber dieses Entsetzen war noch nichts gegen den Abscheu, der sich seiner Gattin bemächtigte."
Die Novelle »Die Nase« (1836) gehört zu den schon fast surrealistischen »Petersburger Novellen«, die vor dem Hintergrund der Großstadt gesellschaftlicher Missstände und menschliches Fehlverhalten zeigen.
Wie kaum ein anderer Schriftsteller zeigt Gogol den Widerspruch zwischen Schein und Sein und die Flucht aus der quälenden Wirklichkeit in die fixe Idee auf. Entsprechend neigt er zu Übersteigerung und drastischen Kontrasten, lässt Pathos in Banalität umschlagen und eine Fülle realistischer Details ins Fantastische und Groteske wuchern.
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"Und nun begann eine Zeit des schönsten Kinderglückes. - Nicht nur am andern Vormittage, sondern auch an den folgenden Tagen kam das Lisei; denn sie hatte nicht abgelassen, bis ihr gestattet worden, auch selbst an ihrem neuen Mäntelchen zu nähen."
Anders als beim bekannten Schimmelreiter lässt Theodor Storm beim früheren Pole Poppenspäler von 1874 das familäre Glück ungetrübt. Aber die Liebe von Paul Paulsen und seinem Pupenspieler-Lisei ist keine reine Idylle, sie muss sich gegen bürgerlichen Muff wie Neiderei bewähren.
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„In St. Jago, der Hauptstadt des
Königreichs Chili, stand gerade in dem Augenblicke der großen
Erderschütterung vom Jahre 1647, bei welcher viele tausend
Menschen ihren Untergang fanden, ein junger, auf ein Verbrechen
angeklagter Spanier, namens Jeronimo Rugera, an einem Pfeiler des
Gefängnisses, in welches man ihn eingesperrt hatte, und wollte
sich erhenken...“
Bereits
mit diesem Satz, dem ersten Satz der 1807 veröffentlichten
Novelle, katapultiert Kleist den Leser in medias res.
Das tragische Geschick des jungen Mannes Jeronimo, der verbotener
Weise die schöne Adlige Josephe liebt, ist hier allerdings noch
nicht auf seinem fatalen Höhepunkt angelangt. Und auch
Josephe, die in diesem Moment hingerichtet werden soll, wird dank des
Erdbebens noch einmal verschont. Die Naturkatastrophe kommt den
Liebenden zur Hilfe und vereitelt ihren Tod. Doch dem jungen Paar bleibt
nicht mehr viel Zeit....
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Werther begleitet die junge Lotte auf einen Ball. Obwohl er weiß, dass sie verlobt ist, verliebt er sich leidenschaftlich. Als ihr Verlobter Albert von einer Geschäftsreise zurückkehrt, begreift Werther, wie aussichtslos seine Liebe ist. Er verlässt die Stadt, kehrt aber bald wieder zu Lotte zurück. Erneut kommt es zu einer Annäherung, schließlich zu einer Umarmung und einem Kuss. Die verunsicherte Lotte beschließt, ihn nicht wiederzusehen. Der verzweifelte Werther nimmt sich mit der Pistole seines Nebenbuhlers das Leben.
Goethes Briefroman erschien im Herbst 1774 und wurde schnell zu einem europäischen Bestseller. Goethe verarbeitete darin seine unglückliche Liebe zu Charlotte Buff. Heftige Kritik erntete der Roman seitens der Kirche, die ihm vorwarf, er verherrliche den Freitod.
Marek Harloff , geboren 1971 in Hamburg, wurde durch seine Hauptrollen
in den Filmen "Vergiss Amerika", "Kaliber Deluxe" und "Der Schrei des
Schmetterlings" bekannt. Außerdem spielte er an den großen Theatern in Deutschland und in zahlreichen Fernsehproduktionen ("Tatort", "Der Schattenmann", "Skorpion", "Der Totmacher", "Bella Block"). In "Die letzte
Schlacht" (2005) spielte er die Rolle des Richard Baier. Harloff ist
Mitbegründer des Bandprojekts "TempEau".
"... Marek Harloffs Authentizität und der Taschengeldpreis lassen die
Produktion zur momentan besten und günstigsten „Werther“-Lesung werden...." webcritics , Kristina Scherer
Das Hörbuch enthält den ungekürzten Text mit Worterklärungen
als computerlesbare PDF-Datei (HörGut-Features ). Die HörGut!-CD folgt der Hamburger
Ausgabe. Ihr liegt die zweite Fassung aus dem Jahr 1787 zugrunde.
"An den Ufern der Havel lebte, um die
Mitte des sechzehnten Jahrhunderts, ein Roßhändler, namens
Michael Kohlhaas, Sohn eines Schulmeisters, einer der
rechtschaffensten und zugleich entsetzlichsten Menschen seiner Zeit.
- Dieser außerordentliche Mann würde, bis in sein
dreißigstes Jahr für das Muster eines guten Staatsbürgers
haben gelten können. Das Rechtgefühl aber machte ihn zum
Räuber und Mörder."
Kleists
Erzählung aus dem Jahre 1808 erzählt die Geschichte des
Rosshändlers Kohlhaas, den ein Junker um zwei Pferde
betrügt. Als Kohlhaas sein Recht vor Gericht einzuklagen
versucht, die Klage aber abgewiesen wird, bewaffnet er seine Knechte und erklärt der Obrigkeit den Krieg. Der Erzählung
liegt eine historische Begebenheit zugrunde.
Mehmet Kurtulus , geboren 1972 in
Salzgitter, wurde durch seine Rollen in Filmen des Regisseurs Fatih
Akin bekannt. Nach ersten Rollen in Fernsehserien und einem Theaterengagement an
den Hamburger Kammerspielen gelang ihm in Fatih Akins Film "Kurz
und schmerzlos" mit der Hauptrolle des jungen Türken
Gabriel der Durchbruch. Es folgten Hauptrollen unter anderem im Fernsehzweiteiler "Der Tunnel" von Roland Suso Richter. Doris
Dörrie engagierte ihn für ihren Film
"Nackt". Als Hauptkommissar Batu
ermittelt er ab 2008 beim NDR-Tatort in Hamburg.
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"Kohlhaas" ist Abiturthema 2008 in Baden-Württemberg!
"Jemand
mußte Josef K. verleumdet haben, denn ohne daß er etwas
Böses getan hätte, wurde er eines Morgens verhaftet."
So beginnt der unvollendete, postum veröffentlichte Roman von Franz Kafka. Erzählt wirddie
Geschichte des Bankprokuristen Josef K., der an seinem 30. Geburtstag
von einer mysteriösen Behörde der Prozeß gemacht
werden soll. Vergeblich versucht er in der Folge herauszufinden,
wessen er angeklagt wurde und wie er sich rechtfertigen könnte.
Doch je mehr er seine Unschuld verteidigen will, desto tiefer gerät
er in das grauenhafte Labyrinth einer surrealen Bürokratie mit
undurchschaubaren Gesetzen, deren Sinn die „Sinnlosigkeit“ ist.
Von einer anonymen, für ihn unerreichbaren Gerichtsinstanz
wird er schließlich in einem Process, von dem nicht nur die
Öffentlichkeit, sondern auch er selbst ausgeschlossen bleibt,
zum Tod verurteilt. Nie erfährt er, worin seine „Schuld“
besteht. Dennoch fügt er sich diesem Urteil. An seinem 31.
Geburtstag wird er dann von zwei höflichen Schergen abgeholt,
die ihn "wie ein(en) Hund" in einem Steinbruch erstechen.
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